26 Mrz

Sagen Sie Ihrer Komfortzone Lebewohl!

Wir sind frei, das zu tun, was wir wollen. Theoretisch. Im echten Leben, unserem Alltag, sieht es jedoch oft anders aus. Wir haben zwar die Möglichkeit eines eigenen Handlungsspielraums, schränken uns hier jedoch selbst ein. Wir merken, dass wir doch nicht einfach alles machen können und unsere innere Welt in klaren Grenzen abgesteckt ist. Außerhalb dieser Grenzen lauert unbekanntes, großes Potenzial und dieses Potenzial zu nutzen, bedeutet, die eigene, bekannte Komfortzone zu verlassen.

Wir werden geboren, als unbeschriebenes Blatt. Wir haben noch nichts erlebt auf der Erde, bis auf ein paar Kleinigkeiten. Wir kennen die Welt noch nicht und haben keine Vorstellung von dem, was uns im Leben erwartet. Werden wir älter, bekommen wir langsam ein Bild davon, wie die Welt funktioniert, was möglich ist im Leben und wo unser Platz in diesem System ist. Dies geschieht zum einen durch die direkten Erfahrungen, welche wir machen, aber öfter noch durch die Erfahrung, die andere, beispielsweise die Eltern, bereits gemacht haben. Wir bekommen ihr Weltbild und auch ihre Beschränkungen auf uns übertragen. Oft mit guter Absicht, aber manchmal auch mit fatalen Auswirkungen. Unser Handlungsrahmen und das Weltbild, welches wir haben, ist allerdings nur eine Illusion, denn wir sind nicht in der Lage, die ganze Welt wirklich komplett wahrzunehmen. Wir haben jedoch das Potenzial, unser Weltbild jederzeit zu erweitern; wäre da nicht ein kleiner Haken an der Sache.

Wie Ihr Leben aussieht, egal ob es gut ist oder einer Katastrophe gleicht, ob Sie glücklich sind oder unglücklich, ein positives Ergebnis haben Sie immer erreicht. Sie leben! In Ihrem Gehirn gibt es einen Teil, auch genannt das ‚Lymbische System‘ oder Umgangssprachlich das ‚Reptiliengehirn‘  und diesem Teil ist diese Erkenntnis absolut ausreichend. Sie haben überlebt. Sich fortzupflanzen wäre ein Bonus, aber das Überleben an sich ist bereits gut genug. Das Reptiliengehirn mag vor allem eines nicht, die Veränderung. Egal ob in Ihrer Weltsicht oder in Ihrem Handeln. Immer, wenn Sie dabei sind, etwas zu tun, was Sie noch nie zuvor getan haben, schreit das Reptiliengehirn auf und warnt Sie. Dieser Aufschrei geschieht aufgrund von zwei Dingen. Zum einen durch ein komisches Gefühl in der Magengegend, welches meist als Aufregung oder Angst wahrgenommen wird. Zum anderen wird es mit großer Kreativität versuchen, Gründe zu finden, warum die bevorstehende Handlung keine gute Idee ist.

Kennen Sie das Gefühl, welches sich ausbreitet, wenn Sie an die Grenzen Ihrer Komfortzone kommen? Oft fühlt sich das nicht besonders angenehm an. Haben Sie sich jedoch erstmal entschieden, ein möglichst positives Leben zu führen mit vielen guten und wenig schlechten Gefühlen, dann wird das Konzept der Komfortzone widersprüchlich.

Warum sollten Sie freiwillig Situationen zulassen, die Ihnen Angst machen und die Sie stressen? In der Vorstellung mancher Menschen scheint dies gegen das Gesetzt der Resonanz zu gehen und anderen Prinzipien zu widersprechen; aber dem ist nicht so.

Wenn Sie in Ihrer Komfortzone an die Grenzen kommen und etwas tun, wovor Sie sich fürchten, was Sie sich nicht zutrauen, dann spüren Sie starke Gefühle. Aber warum betiteln Sie diese Gefühle als negativ? Sie können Sie genauso als positive Aufregung oder Vorfreude spüren.

Eines unser langfristigen Ziele ist es, sich weiter zu entwickeln, für ein positives Leben, um authentisch und glücklich zu sein. Die Absicht, mit diesen Gefühlen richtig umzugehen, ist eine Positive. Was kann das Universum besser als deutliches Zeichen senden, als dass Sie es mit Ihren Wünschen ernst meinen, dass Sie sich sogar diesen intensiven Gefühlen widmen, diese auf sich nehmen und handeln? Das Beste kommt zum Schluss. Verlassen Sie sich darauf. Danach wird Ihr Gefühl besser sein.

Um das Konzept und den Plan besser zu verstehen, können Sie eine Übung machen, in welchen Sie Ihrem inneren Widerstand entgegen treten. Sie werden diese Übung vermutlich nicht machen wollen und Ihr Gehirn wird mit Ausreden auftrumpfen, obwohl die Übung nicht schlimm ist und Sie keine Angst zu haben brauchen. Ihr Verstand wird vielleicht sagen, Sie haben das Konzept bereits verstanden und die Übung ist sinnfrei, Sie sollten sich Ihre Kraft lieber für andere Situationen aufheben. Sie haben keine Zeit für die Übung, obwohl diese nicht länger als zehn Minuten dauert oder Sie sagen sich, Sie machen die Übung später. Irgendwann. Morgen oder nächste Woche. All dies sind bereits ein Teil der Schutzfunktion – dies zu erkennen, ist von wichtiger Bedeutung um Ihren Wohlfühlbereich zu erweitern und Ihre Ziele zu erreichen.

Sind Sie bereit? Suchen Sie das Badezimmer auf und schalten Sie die Dusche ein. Stellen Sie die Wassertemperatur auf eiskalt und warten Sie einen kurzen Moment. Fühlen Sie bereits den leichten Knoten in Ihrem Bauch? Um genau dieses Gefühl geht es! Denken Sie bereits darüber nach, dies sei eine blöde Übung und stellen Sie in Frage, was eine kalte Dusche ausrichten soll? Dies kommt aus Ihrer Komfortzone, Sie wollen sich vor dem kalten Wasser schützen. Spüren Sie in sich hinein. Wollen Sie den Schritt unter die kalte Dusche machen oder möchten Sie, dass alles so bleibt, wie es ist? Merken Sie sich dieses Gefühl. Dann atmen Sie tief ein und machen Sie den Schritt nach vorne unter das kalte Wasser. Spüren Sie den Schock. Ihr Körper wird sich zusammen ziehen, verweilen Sie trotzdem unter dem Wasser. Es wird besser. Schalten Sie dann das Wasser aus, wickeln Sie sich in ein kuscheliges Handtuch, beruhigen Sie sich und sammeln Sie Ihre Gedanken. Wie fühlen Sie sich jetzt? Sie können stolz auf sich sein, Sie haben die erste Aufgabe gemeistert und haben sich aus Ihrer Komfortzone hinaus gewagt. Wenn Sie nicht den Willen haben, etwas Unangenehmes zu erfahren, wie die wenigen Minuten unter der kalten Dusche, bei welchen Sie als einziges negatives Ergebnis spüren werden, dass Ihnen kalt dabei ist – wie sollen Sie dann die Stärke oder Courage haben, sich einer unangenehmen Situation zu stellen, in der das Ergebnis am Ende viel größer und bedeutender ist?

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